Radiosendung "Dissonanzen" (2018)

Das Projekt umfasst die Digitalisierung, Erschließung und Langzeitarchivierung der Radiosendung Dissonanzen.

Am 1. März 1987 ging der erste private Radiosender in Berlin auf Sendung. Das Kollektiv vom Radio 100 war basisdemokratisch organisiert und verstand sich als Sprachrohr und akustisches Versuchslabor der linken Gegenkultur. Zum Programm von Radio 100 gehörte von Anbeginn auch die feministische Redaktion Dissonanzen. In der täglichen Sendung wurde der weiblichen Sicht auf die Welt ein Forum gegeben.

Radio 100 sendete vom März 1987 bis Februar 1991. Dabei handelt es sich um einen an gesellschaftspolitischer Bedeutung kaum zu überschätzenden Zeitraum der Berliner (und der deutsch-deutschen) Zeitgeschichte. Die Sendung Dissonanzen beleuchtet diesen Zeitraum aus zweifach spezieller Perspektive – der der (West-)Berliner Gegenkultur und aus Perspektive von Frauen.

Marion Fabian war als Mitbegründerin von Radio 100 maßgeblich für die Sendung Dissonanzen verantwortlich. Ein Großteil der Sendungen wurde von ihr auf Kassetten archiviert. Es handelt sich dabei um einen Umfang von 100 Kassetten (ca. 150 Stunden Sendematerial).

Ziel des Projektes ist es diese Kassetten zu digitalisieren, um die Sendung Dissonanzen für die Langzeitarchivierung zu sichern. Nach der Klärung der Urheber- und Persönlichkeitsrechte der an der Sendung beteiligten Personen sollen Ausschnitte der Sendung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Ansprechpartnerin

Lena Kühn: kuehn (Ät) ffbiz (punkt) de

Gefördert von

Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS)