Veranstaltungen 2018

11. Dezember 2018: Fachtagung "Lebendige Mädchenarbeit - lebendige Mädchenpolitik": Entwicklungen im Land Brandenburg seit den frühen 1990er Jahren

Das Archiv- und Filmprojekt „Lebendige Mädchenarbeit – ein wichtiger Bestandteil der Gleichstellungs-Geschichte des Landes Brandenburg“ feiert im Dezember mit einer Fachtagung in Potsdam seinen Abschluss. Aktuelle wie ehemalige Akteurinnen der Brandenburger Mädchenarbeit und –politik begehen die Filmpremiere und debattieren die Ergebnisse des Archivprojektes.

  • Ab 10:30 Ankunft
  • 11:00 Begrüßung durch die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Monika von der Lippe, Begrüßung durch das FFBIZ e.V.
  • 11:20 Präsentation der Projektergebnisse aus Sicht des FFBIZ - Lisa Schug und zusammenfassender Rückblick auf Erreichtes in der Mädchenarbeit und Mädchenpolitik im Land Brandenburg - Tina Kuhne (ehemalige Leiterin der KuKMA)
  • 12:00 Premiere des Films von Tille Ganz, in dem Gründerinnen und andere Aktive für Mädchenarbeit/ Mädchenpolitik im Land Brandenburg zu Wort kommen
  • 13:00 Offene Diskussion zur Mädchenarbeit/ Mädchenpolitik im Land Brandenburg. Aktuelle wie ehemalige Akteurinnen der Brandenburger Mädchenarbeit / Mädchenpolitik und Mitwirkende am Film debattieren mit den Gästen die Ergebnisse des Projektes und aktuelle Herausforderungen.
  • 13:45 Abschließender „Blick in die Sterne“ durch die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Monika von der Lippe.

8. November 2018: Ein anderer Blick – Rita Thomas

Zeitzeuginnengespräch (in Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, RuT - Rad und Tat e.V., dem Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek und dem Freund*innenkreis E2H e.V.)

Magnus Hirschfeld hatte sich zeit seines Lebens nicht nur für die Rechte schwuler Männer, sondern ebenso für alle anderen Menschen eingesetzt, deren sexuelle Orientierung und/oder geschlechtliche Identität nicht den heteronormativen Vorstellungen der Zeit entsprach. In heutiger Diktion würde man Hirschfeld durchaus als Streiter der Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und queere Personen (LSBTTIQ) bezeichnen können. Die BMH möchte sich daran anschließend in einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe mit den Lebenswelten von lesbischen Frauen in Berlin beschäftigen. 

Wie haben lesbische Frauen in Berlin gelebt? Welche Rolle spielte ihre sexuelle Identität für ihr Leben? Gab es ein Spannungsverhältnis zwischen dem Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen und dem Kampf um Anerkennung als Lesben? Wie sind lesbische Frauen, die nicht politisch aktiv waren, mit ihrer geschlechtlichen Orientierung umgegangen? Wie haben sie das Verhältnis zu schwulen Männern empfunden? Wie haben sie sich organisiert und Netzwerke aufgebaut? Diese und viele weitere Fragen sollen in drei öffentlichen, moderierten Gesprächen mit lesbischen Frauen zur Sprache kommen. 

Denn lange Zeit standen das Schicksal und die Lebenswege lesbischer Frauen in der öffentlichen Wahrnehmung im Schatten der Biografien schwuler Männer. So überaus erfreulich die beschlossene Rehabilitierung der nach 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilter Personen ist (zu denen im Übrigen auch einige Frauen gehören), so dringlicher scheint es gerade jetzt, die Lebenswege lesbischer Frauen nicht erneut aus dem Blick zu verlieren. Die mediale Konzentration auf die Biografien schwuler Männer erzeugt ein Ungleichgewicht, das den Erfahrungen lesbischer Frauen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Identität deutlich seltener als schwule Männer mit dem Strafrecht in Berührung kamen, nurmehr eine marginale Stellung zuweist. Andere rechtliche Bestimmungen – beispielsweise im Ehe- und Familienrecht – betrafen lesbische Frauen hingegen ungleich häufiger und zeitigten oftmals gravierende Konsequenzen für die Betroffenen. (In einem von der BMH unterstützten Forschungsprojekt zum Sorgerechtsentzug lesbischer Mütter beschäftigen wir uns auch mit solchen Fragen.)

Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, ein breites Publikum mit den unterschiedlichen Lebenswelten und Lebensgeschichten lesbischer Frauen bekannt zu machen. Jede der drei Biografien spiegelt dabei einen anderen Aspekt des Lebens in der Stadt Berlin wider. Rita Thomas, Christiane von Lengerke und Joanna Czapska haben Berlin aus unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt. Während Rita Thomas in Friedrichshain aufwuchs und Christiane von Lengerke im Westen Berlins lebte und beide die Teilung der Stadt miterlebten, entdeckte die in Warschau geborene Joanna Czapska Berlin erst in den 1980er Jahren. Wie haben lesbische Frauen mit so unterschiedlichen Biografien in den verschiedenen Berlins gelebt? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gab es im lesbischen Leben in Ost- und West-Berlin und wie wurde die Stadt von Zugewanderten wahrgenommen? Wir wollen in drei Abendgesprächen mit diesen Zeuginnen lesbischer Stadtgeschichte deren Biografien und Sichtweisen kennenlernen.

https://www.facebook.com/events/269858886980534/

ab 8. November 2018: "Wir haben sie noch alle" – Ausstellung

Das FFBIZ – das feministische Archiv feiert 2018 seinen 40. Geburtstag. Das feiern wir und zwar mit einer Ausstellung. Das FFBIZ stellt kontroverse, spannende und kuriose Objekte aus den 40 Jahren Archivgeschichte vor. Dabei wird die Vielfalt feministischer Themen und die Spannbreite des Archiv-Materials deutlich: Von der Frauengesundheit bis zum jüdischen Feminismus. Vom Mösenhut bis zum Tonband.

ab dem 8.11.2018 ist die Ausstellung im Frauenzentrum Matilde in Hellersdorf zu sehen

15. September 2018: Feministische Sommeruni

Blick zurück nach vorn: Feministische Frauen*projekte in Berlin  

Eine Fishbowl-Diskussion der Arbeitsgemeinschaft soziokulturelle Frauenprojekte im berliner frauennetzwerk (bfn) im Rahmen der Feministische Sommeruni.

War Feminismus für manche bereits ein veralteter Begriff, scheinen feministische Theorien und Kämpfe wieder an Bedeutung zu gewinnen. Welche feministischen Ideen prägten und prägen die Frauen*projekte in Berlin und wie arbeiten diese?

Wie sahen die Anfänge aus und welche Brüche und Herausforderungen haben die Arbeit verändert? Wie begegnen sie aktuellen „roll backs“ und positionieren sich gegenüber Forderungen nach Teilhabe und Intersektionalität?

Veranstaltungsort: HU Berlin, Unter den Linden 6, Raum 1.308

Feminist Clickback. Suchmaschinenoptimierung gegen rechts

Viele wenden sich zuerst an Google, wenn sie sich informieren wollen. Die meisten beachten jedoch nur die Seiten, die in der Liste oben stehen. Dieses Potential haben antifeministische Webseiten längst erkannt: Vor allem sog. Lebensschützer, radikale Abtreibungsgegner, betreiben gezielt Suchmaschinenoptimierung (SEO). Das können wir auch! Im Workshop schauen wir uns an, wie SEO funktioniert, wie Lebensschützer sie nutzen und wie ihr eure feministische Webseite ebenfalls bei Google besser aufstellt.

Tina Reis arbeitet in Berlin zu reproduktiven Rechten und Netzpolitik, und hat 2016 die Initiative feministclickback.org mitgegründet.

Jüdinnen in der Frauen/Lesbenbewegung

Jüdinnen in der Frauen/Lesbenbewegung? Ja, die gab es und gibt es! Drei von ihnen erzählen in diesem Gespräch von ihren Erfahrungen als Jüdinnen in der BRD und der DDR, von ihrem feministischen Aktivismus und den Bündnissen, die sie sich suchten, um als Jüdinnen in einer christonormativen Umgebung bestehen zu können. Ein Gespräch mit Lara Dämmig und Jessica Jacoby, moderiert von Debora Antmann in Anlehnung an die an die jüdisch-dialogische Tradition.

Mit:

  • Debora Antmann: Queer_Feministin, Bloggerin und Autorin einer Kolumne im Missy Magazine. Sie arbeitet als Frauen*beauftragte an der Alice-Salomon-Hochschule.
  • Lara Dämmig: hat Bibliothekswissenschaft und Management von Kultur- und Non-Profit-Organisationen studiert und für mehrere Ausstellungen und Publikationen des Museumsverbunds Pankow zur jüdischen Geschichte des Stadtbezirks geforscht. Sie ist Mitbegründerin der jüdischen Fraueninitiative Bet Debora.
  • Jessica Jacoby: gründete 1984 zusammen mit anderen Frauen des „Schabbeskreis“, eine lesbisch-feministische Gruppe, die sich für die Präsenz von Jüdinnen in der Frauen-/Lesbenbewegung einsetzte und Antisemitismus in feministischen Zusammenhängen thematisierte. In ihrer Arbeit (zuletzt als Dokumentarfilmautorin) hat sie sich intensiv mit den Themen kulturelles Erbe und Erinnerung beschäftigt.

Intersektionaler Trans*-Feminismus (Workshop) 

Ein Workshop im Rahmen der feministischen Sommeruni von FFBIZ e.V. - feministisches Archiv und Transinterqueer e.V. - Triq, Berlin

Ziel dieses Workshops ist es Handlungsstrategien für den Umgang mit intersektionaler Diskriminierung, die trans* Menschen und im Speziellen trans* Frauen, in feministischen Kontexten in der BRD erleben zu entwickeln. Wir beginnen mit einem kurzen Input zukonkreten Beispielen des Umgangs historisch cis-weiblich- und weiß-dominierter feministischer Räume mit transweiblichen Identitäten und anderen trans* Menschen. Anschließend wird es Raum für den Austausch in kleineren Gruppen geben, um sich der Idee davon was intersektionaler Trans*-Feminismus sein könnte anzunähern. Letztlich werden wir dann konkrete Handlungsstrategien gegen intersektionale Transdiskriminierung entwerfen. 

Mit:
  • Clara Thoms, TransInterQueer e.V., Lesbenberatung / LesMigraS
  • Pum Kommattam, LesMigras/Lesbenberatung

ab 4. September 2018: "Berolina zornige Töchter" - Lesungen mit Annett Gröschner

  • 13.12.2018: Lesung im Frieda Frauenzentrum
  • 3.12.2018: Lesung an der FH Potsdam
  • 24.11.2018: Lesung im Frauenzentrum Towanda Jena e.V.
  • 25.10.2018: Lesung im EWA Frauenzentrum
  • 27.09.20.2018: Lesung in der BEGiNE
  • 17.09.2018: Lesung im Frauentreff HellMa
  • 15.09.2018: Lesung auf der Feministischen Sommeruni
  • 12.09.2018: Lesung im Frauenzentrum Schokofabrik
  • 04.09.2018: Buchpremiere im Literaturhaus Berlin

ab 22. Januar 2018: Feminismen Reloaded - Lesekreis zu feministischen Strömungen

Wer sich mit feministischen Themen auseinandersetzt, bemerkt schnell, dass sich nur schlecht von DEM EINEN Feminismus reden lässt. Feministische Strömungen sind weitgefächert. Black feminism, queerer Feminismus oder marxistischer Feminismus sind nur einige Beispiele. Manche dieser Strömungen sind sehr eng verbunden, andere berühren sich nur am Rande.

Wir wollen uns in einem Lesekreis mit einer Auswahl von Texten verschiedener Feminismen tiefergehend auseinandersetzen, nach Anknüpfungspunkten, Gemeinsamkeiten und Differenzen suchen und uns so einen Überblick über aktuelle feministische Debatten verschaffen.

Unser Lesekreis richtet sich an alle feministisch interessierten Menschen und ist offen für alle Gender. Explizit möchten wir auch Personen einladen, die sich als Trans*, Inter*, Gender-Nonconforming und/oder Schwarze Person verstehen. Außerdem möchten wir auch eine besondere Einladung an Menschen aussprechen, die von Rassismus und/oder Antisemitismus betroffen sind oder nicht studiert haben.

Am 22.01.2018 wollen wir uns das erste Mal treffen, um Organisatorisches (Häufigtkeit der Treffen, Ort, Texte) zu besprechen. Dazu laden wir alle Interessierten um 18.30 Uhr in das Aquarium (Skalitzer Str. 6, Berlin-Kreuzberg) ein.

Bringt Ideen mit!

Veranstalterin des Lesekreises ist das FFBIZ, das feministische Archiv in Friedrichshain. Das FFBIZ stellt den Rahmen für den Lesekreis (Raum, Verteiler etc.), Themen und Literaturauswahl sollen aber von den Teilnehmenden organisiert werden. Bringt Themenideen und Lesewünsche deshalb gerne schon zum Orgatreffen mit.

Bei weiteren Fragen meldet euch gerne unter lesekreis@ffbiz.de