Ab 27.2.2017: Feminismen Reloaded - Lesekreis zu feministischen Strömungen


 

 

Wer sich mit feministischen Themen auseinandersetzt, bemerkt schnell, dass sich nur schlecht von DEM EINEN Feminismus reden lässt. Feministische Strömungen sind weitgefächert. Black feminism, queerer Feminismus oder marxistischer Feminismus sind nur einige Beispiele. Manche dieser Strömungen sind sehr eng verbunden, andere berühren sich nur am Rande.

Wir wollen uns in einem Lesekreis mit einer Auswahl von Texten verschiedener Feminismen tiefergehend auseinandersetzen, nach Anknüpfungspunkten, Gemeinsamkeiten und Differenzen suchen und uns so einen Überblick über aktuelle feministische Debatten verschaffen.

Unser Lesekreis richtet sich an alle feministisch interessierten Menschen und ist offen für alle Gender. Explizit möchten wir auch Personen einladen, die sich als Trans*, Inter*, Gender-Nonconforming und/oder Schwarze Person verstehen. Außerdem möchten wir auch eine besondere Einladung an Menschen aussprechen, die von Rassismus und/oder Antisemitismus betroffen sind oder nicht studiert haben.

Am 27.02.2017 wollen wir uns das erste Mal treffen, um Organisatorisches zu besprechen. Dazu laden wir alle Interessierten um 18 Uhr in den Grössenwahn in der K9 (Kinzigstraße 9, Berlin-Friedrichshain) ein. Unser Raum ist NICHT barrierefrei (Hochparterre mit Stufen). Solltet ihr teilnehmen wollen, aber die Veranstaltung für euch nicht zugänglich sein (z.B. wegen fehlender Barrierefreiheit, Tag und Uhrzeit), meldet euch bitte und wir versuchen eine Lösung zu finden!

Veranstalterin des Lesekreises ist das FFBIZ, das feministische Archiv in Friedrichshain. Das FFBIZ stellt den Rahmen für den Lesekreis (Raum, Verteiler etc.), Themen und Literaturauswahl sollen aber von den Teilnehmenden organisiert werden. Bringt Themenideen und Lesewünsche deshalb gerne schon zum Orgatreffen mit.

Bei weiteren Fragen meldet euch gerne unter lesekreis [at] ffbiz [punkt] de

VERGANGENE VERANSTALTUNGEN

Science SLAM - zur Frauen*/Lesben-Forschung in Kooperation mit dem Spinnboden Lesbenarchiv und dem Sonntagsclub


1. SCIENCE SLAM zur FRAUEN*/LESBEN-FORSCHUNG

Am letzten Freitag im November findet im Sonntags-Club der erste Science Slam zu Frauen*/Lesben- und feministischer Forschung statt!

In jeweils 10-minütigen Beiträgen bringen Nachwuchswissenschaftler*i nnen ihre Forschungsthemen mit Witz und Sachverstand dem fachfremden Publikum nahe. Die Zuschauer*innen entscheiden am Ende, wer am spannendsten Einblick in aktuelle Forschung gewährt.


Eintritt frei. Für Frauen* und Freunde.
Die Vorträge finden in deutscher und englischer Sprache statt.

Der Slam wird organisiert vom Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek Berlin, dem FFBIZ – das feministische Archiv und dem Sonntags-Club e.V.

 

Open Archive (Juni 2016)

Ihr wolltet schon immer einmal in einem Archiv hinter die Kulissen schauen? Ihr fragt euch, wie eure Geschichte auch morgen noch zugänglich sein wird? Ihr habt Ideen für eine Kooperation? Oder einfach nur Lust auf unserer Terrasse die Sonne zu genießen?
Kommt vorbei, lernt uns kennen!

Vom 21.-23. Juni und 28.-30. Juni jeweils von 15 bis 18 Uhr öffnen wir die Türen. Damit wir den Kaffee-, Tee- und Limobedarf einschätzen können, meldet euch bitte unter workshop[at]ffbiz[punkt]de  an.

 

„Barnimstraße 10. Das BerlinerFrauengefängnis 1868-1974“

Eine Kooperation des FFBIZ – das feministische Archiv und FRIEDA-Beratungszentrum für Frauen. Mit Claudia von Gélieu als Referentin gehen wir kurz nach dem Internationalen Frauentag auf eine abwechslungsreiche Spurensuche in Sachen Frauengeschichte(n).

Frau von Gélieu, die seit über 25 Jahren spannende Frauentouren (http://www.frauentouren.de/) anbietet, stellt uns mit einer Führung und einer Lesung ihr neues Buch vor: „Barnimstraße 10. Das Berliner Frauengefängnis 1868-1974“.

Bei einer Begehung des Ortes, an dem bis 1974 das Gebäude des Frauengefängnisses stand, schauen wir nach den noch sichtbaren Erinnerungen an das Frauengefängnis und die darin Inhaftierten.

Danach hören wir in einer Lesung von den Frauen und den Besonderheiten eines Frauengefängnisses. Es geht um Sittenmädchen, Mutter-Kind-Zellen, Aufseherinnen und die Veränderungen in mehr als hundert Jahren unter verschiedenen politischen Systemen, vom Kaiserreich bis zur DDR.

Termin

Freitag, 11. März 2016, 17 und 19 Uhr

Treffpunkt Ortsbegehung

17 Uhr, Barnimstraße, Ecke Weinstraße, 10249 Berlin

Treffpunkt Lesung

19 Uhr, FRIEDA-Beratungszentrum für Frauen

Führung und Lesung sind kostenlos und für alle Geschlechter offen. Wir freuen uns über eine Spende.


 

 

 

FEMINISMEN RELOADED - Lesekreis zu aktuellen feministischen Strömungen

Wer sich mit feministischen Themen auseinandersetzt, bemerkt schnell, dass sich nur schlecht von DEM EINEN Feminismus reden lässt. Feministische Strömungen sind weitgefächert. Black feminism, queerer Feminismus oder marxistischer Feminismus sind nur einige Beispiele. Manche dieser Strömungen sind sehr eng verbunden, andere berühren sich nur am Rande.

Wir wollen uns in einem Lesekreis mit einer Auswahl von Texten verschiedener Feminismen tiefergehend auseinandersetzen, nach Anknüpfungspunkten, Gemeinsamkeiten und Differenzen suchen und uns so einen Überblick über aktuelle feministische Debatten und Diskurse verschaffen.

Unser Lesekreis richtet sich an alle feministisch interessierten Menschen und ist offen für alle Gender. Explizit möchten wir auch Personen einladen, die sich als Trans*, Inter*, Gender-Nonconforming, Schwarze Person, Muslim_a, oder Jüd_in verstehen. Außerdem möchten wir auch eine besondere Einladung an Menschen aussprechen, die nicht studiert haben und sich in einem nicht-akademischen Rahmen weiterbilden möchten.

Der Lesekreis findet ab dem 29.02.2016 jeden letzten Montag im Monat von 18-20 Uhr in den Räumlichkeiten der K9 (Kinzigstraße 9, Berlin-Friedrichshain) statt. Unser Raum ist leider NICHT barrierefrei (Hochparterre mit Stufen). Solltet ihr teilnehmen wollen, aber die Veranstaltung für euch nicht zugänglich sein (z.B. wegen fehlender Barrierefreiheit), meldet euch bitte und wir versuchen eine Lösung zu finden!

Veranstalterin des Lesekreises ist das FFBIZ, ein feministisches Archiv in Friedrichshain, das seinen Sammelschwerpunkt auf der zweiten Welle der Frauenbewegung hat, sich aber ständig und kontinuierlich mit neuen feministischen Bewegungen vernetzt. Seit einigen Jahren sammelt das Archiv verstärkt auch zu aktuellen Themen (queer)feministischer Szenen.

Bei Interesse meldet euch bitte bis zum 14.02.2016 an:

lesekreis (at) ffbiz (punkt) de

 

19.11.2015: IDENTITÄT-EN ZUGEHÖRIGKEIT-EN VISION-EN. Welche feministischen Bewegungen brauchen wir heute? Und wer sind "Wir"?

 

 

5. langen Nacht der diskriminierungsfreien Szenen - Archivführung im FFBIZ

Was ist ein feministisches Archiv? Was kann ich dort finden? Was fehlt? Wie kommt das Material ins Archiv? Was kann ich damit machen? All das und mehr möchten wir euch bei einer Führung durchs Archiv zeigen und erzählen.

Anmeldung: workshop [at] ffbiz [punkt] de

Wann: 12.11.2015, 17.30 Uhr (Dauer ca. 1 – 1,5 Std.)
Wo: Eldenaer Straße 35, 10247 Berlin
Wegbeschreibung: http://www.ffbiz.de/kontakt/index.html

Die Räumlichkeiten sind barrierearm, der Eingang ist ebenerdig, die Räumlichkeiten im 1. Stock sind über einen Fahrstuhl erreichbar und es existiert ein rolli-gerechtes WC. Die Archivführung findet in deutscher Lautsprache statt.

 

 

6.5.2015: Gefährliche Bettgenossinnen. Filmschnipsel zu queeren Klassenkämpfen (20h / @k-fetisch)

Die Anfänge der linken Lesben- und Schwulenbewegungen in Deutschland und Frankreich waren in den 1970er Jahren von dem Versuch bestimmt, Lesben und Schwule analog zur marxistischen Klassentheorie als revolutionäres politisches Subjekt zu denken. Die Spaltungen in radikale und bürgerliche Homos sowie das uneingelöste Versprechen auf ein revolutionäres sexuelles Subjekt suchen bis heute queerfeministische Kämpfe heim.

Wir schauen und diskutieren Fimszenen, die vom Versuch und seinem Scheitern handeln, Lesben, Schwule und Queers als Klassensubjekte zu formieren. Womit hängt dieses Scheitern zusammen? Wie prägen die Debatten von damals unsere Politik von heute? Und wie lassen sich Sexualität und Klasse gegenwärtig zueinander denken? Welche Rolle spielen Sexualität und Klasse in aktuellen queerfeministischen Kämpfen?

Filmszenen u.a. aus: "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" (Rosa von Praunheim 1971), "Faustrecht der Freiheit" (Rainer Werner Fassbinder 1975), "Das Burlebübele mag i net: Bewegte Lesben in Ost und West Berlin" (Anke Schwarz, Sandra (Luka) Stoll und Roman Klarfeld 2008), "Le F.H.A.R. » (Carole Roussopoulos 1970).

 

22.4.2015 Kurzfilmabend & Diskussion zum Thema Sexualität(en) (20h / @tristeza – Pannierstr. 5,  12047 Berlin)
Kuschelige Bärte, Latexhandschuhe und Comicdildos

Nach einem Input von Julia König zeigen wir Kurzfilme, die wir zum Thema Sexualität(en) zusammengestellt haben und möchten unter anderem diesen Fragen nachgehen:
Kann Pornographie feministisch sein? Wie lässt sich nicht-heteronormative Sexualität filmisch darstellen? Wie wichtig ist die Gegenmedialität?
Julia König interessiert sich für widersprüchliche Inszenierungen ebenso wie für konkrete Dilemmata politischen Handelns und für den Vorrang des Objekts. An der Uni Frankfurt/Main arbeitet sie unter anderem zu kritischer Sexualforschung und (queer-)feministischer Theorie.


8.4.2015: Verliebt, verzopft, verwegen (20h / @tristeza – Pannierstr. 5,  12047 Berlin)

Geschichten lesbischer (Un-)Sichtbarkeit im Wien der 50er und 60er Jahre
Österreich 2009, 64min, Farbe und S/W

Ein Film von Katharina Lampert und Cordula Thym
Mit Rosmarin Frauendorfer, Ursula Hacker, Birgit Meinhard-Schiebel

Ganz schön grau und verzopft war die Bundeshauptstadt anno dazumal. Die Szene war – sofern es sie überhaupt gab – schwul. Besonders einladend wirkte der sogenannte ‚Sub’ jedoch nicht: Im Falle der (nicht seltenen) Polizeirazzien mussten Lesben und Schwule schön gesittet an den Tischen sitzen – ganz ‚normal‘ und ‚unauffällig‘. Lesbisches Leben fand im Privaten, Verborgenen statt. Bilder davon gibt es, im Gegensatz zu anderen Ländern, in Österreich nur sehr wenige. Diese visuelle Leerstelle existiert – mit einer Unterbrechung in den gut dokumentierten 1970er Jahren, in denen die Lesbenbewegung politisch wie medial durchaus präsent war – im Grunde bis heute. Obwohl „Lesben immer und überall sind“.

Katharina Lamperts und Cordula Thyms ambitioniertes Regiedebüt beschäftigt sich mit Lebensmodellen und Netzwerken lesbischer Frauen in Wien in den 1950ern und 60ern. Im Mittelpunkt von „verliebt, verzopft, verwegen" stehen Interviews mit drei Zeitzeuginnen, die sich zu jener Zeit in der Szene bewegten und auf eloquente, unterhaltsame und erfrischend (selbst-)ironische Weise davon berichten, wie es war, sich schon in der Jugend als „anders“ zu erleben und trotz der gesellschaftlichen Hindernisse und ohne positive lesbische Vorbilder ihre eigene Identität zu finden. (Diesen Text und mehr zum Film findet ihr hier.)

 

25.3.2015: Vessel (20h / @k-fetisch – Wildenbruchstr. 86,  12045 Berlin)

von Diana Whitten, 2014, 90 min, englische OF

Der Film begleitet die Entstehung und die Arbeit der Organisation "Women on Waves", die mit ihrem Projekt Frauen aus Ländern helfen, in denen Abtreibung verboten ist. Am Anfang stand die Idee der Ärztin Rebecca Compert, Abtreibungen auf einem Schiff in internationalen Gewässern durchzuführen, um damit nationale Gesetzgebungen umgehen zu können. Der Film zeigt nicht nur die Arbeit von "Women on Waves" von der Gründung im Jahr 2000 an, die von einem spektakulären Medienrummel begleitet war; sondern auch die Probleme, mit denen sie sich über die Jahre konfrontiert sahen.

Im Anschluss an die Vorführung werden die Berliner Feministin, Schriftstellerin, Publizistin und Filmemacherin Sarah Diehl sowie Aktivitistinnen aus der Gruppe Ciocia Basia mit uns den Film diskutieren. Ciocia Basia ist eine Gruppe von polnischen und deutschen Aktivistinnen in Berlin, die Frauen aus Polen mit einer ungewollten Schwangerschaft helfen, kostengünstig nach Berlin zu kommen um hier einen sicheren Schwangerschaftsabbruch zu bekommen.  

 

4.2.2015: Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984-1992 (20h / @tristeza – Pannierstr. 5,  12047 Berlin)

Dagmar Schultz mit Ika Hügel-Marshall und Ria Cheatom, Deutschland, 2012, 84min, deutsch-englische Originalfassung

In „Audre Lorde - The Berlin Years 1984 to 1992" dokumentiert Dagmar Schultz anhand persönlicher Video- und Audioaufzeichnungen die Zeit Audre Lordes in Berlin und ihr Wirken in der deutschen Frauenbewegung. Während ihres Aufenthaltes als Gastprofessorin wurde sie zur entscheidenden Mentorin und Initiatorin der Afro -Deutschen Bewegung. Die Dokumentation gibt einen Einblick in ihre Berliner Jahre und lässt die Freund_innen und Mitstreiter_innen zu Wort kommen.

Den offiziellen Filmtrailerfindet ihr hier, die Webseite zum Film hier.

 

25.2.2015: Vulva 3.0  (20h / @k-fetisch – Wildenbruchstr. 86,  12045 Berlin)

von Claudia Richarz und Ulrike Zimmermann, 2014, 79 min, deutsch

Claudia Richarz und Ulrike Zimmermann gelingt es in ihrem Film "Vulva 3.0" den Diskurs um das 'weibliche' Genital aus der Kultur- und Medizingeschichte, der Sexualpädagogik, der Kunst, der Chirugie usw. zu beleuchten und damit eine Geschichte von Tabuisierung und Kontrolle nachzuzeichnen.

Anschließend Diskussion.

 

HEUTE SCHON AN MORGEN DENKEN? – QUEERFEMINISTISCHE FILMREIHE

Flyer der Queerfeministischen Filmreihe

 

27.2.2015:  Archivführung und Einblicke in den Hilde Radusch Nachlass (17h / @FFBIZ)

Archivführung FFBIZ, Präsentationen aus dem Radusch-Nachlass durch Ilona Scheidle. 

Das FFBIZ öffnet am 27.2. sein Depot und zeigt wie das Archiv arbeitet. Anlässlich des Queer-History-Months und des zwanzigsten Todesjahres einer Gründungsfrau des Frauenforschungs, -bildungs- und -informationszentrums wird der Nachlass von Hilde Radusch vorgestellt.

Hilde Radusch (1903-1994) war Frauenrechtlerin, antifaschistische Widerstandskämpferin und streitbare Politikerin für die Akzeptanz lesbischer Frauen. Sie gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der lesbisch-schwulen Emanzipationsbewegungen des 20. Jahrhunderts.